Eltern sind ja seit jeher dafür bekannt, dass sie ihre Kinder für die besseren Kinder halten. Schon früh fing das an. Der Aufgabenbereich einer Mutter verstand sich darin, möglichst viele gesunde und arbeitstüchtige Kinder auf die Welt zu bringen, um die Einnahmen durch Kinderhände in der Familie zu steigern - schon da erkennen wir: Meine Kinder sind die besseren Arbeiter (denn sie bringen mehr Geld). Irgendwann merkte die gemeine Mutter jedoch, dass Kinder nicht nur Geld hineinbringen, sondern eben solches auch wieder hinaustragen. Das alte Argument des besseren Kindes wog also nicht mehr viel in der Öffentlichkeit.
Somit mussten sich die Mütter etwas Neues einfallen lassen. Neues Spiel, neues Glück: Die Methode hieß von nun an "Mein Kind braucht nicht arbeiten, es ist das bessere Kind und darf in die Schule". Doch wie lange glauben Sie hielt diese neue Tendenz an? Nicht lange - genau! Zurück zu alten Sitten konnte man jedoch auch nicht, also musste etwas noch viel Neueres herbeigezaubert werden.
Von nun an gingen die mütterlich umsorgten Kinder nicht mehr nur noch in die Schule, sie waren auch durch die Bank Klassenbeste! Das soll sich mal einer vorstellen: 25 Schüler in einer Klasse, davon 24 Klassenbeste und einer, der eh noch nie was konnte. So gesehen - es wurd rasch langweilig.
Die Mutter des Nichtsnutz hingegen erkannte die neuerliche Entwicklung sofort: Mein Kind ist das beste. Das ist so gut in der Schule, das langweilt sich im Unterricht nur zu Tode (hätte es das mal, es folgten eine Reihe von Hochbegabtenförderungsprogramme - der Brüller für jedes Grundschulkind).
Wollte das besagte Kind dann aber gar nicht begabt sein, sondern einfach nur Kind, so tobte es im Englisch-, Mathe-, Deutsch- und Musikförderunterricht auf den Bänken, zankte seine Nachbarn und unterhielt mit Witz und Charme die gesamte Klasse (ist ja auch klar warum: es langweilt sich schließlich). Diese Tatsache ärgert strebsame Mütter hingegen so sehr, dass wiederum eine andere Taktik her muss - nur welche?
Lange hat es gedauert, doch endlich war auch dies fortschrittlich und voll im Trend der Offensivkurs: Mein Kind hat ADS. Was? Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom. Diese mysteriöse Krankheit wurde von nun an Grundschulvolkskrankheit Nummer eins und wer das nicht hatte, war irgendwie komisch.
Aber was soll so eine Krankheit, wenn es keine mütterliche Steigerungsform gibt? "Mein Kind hat nur ADS? Das haben doch alle, das ist doch langweilig!"
Na gut, wird der Arzt gesagt haben, wenn das so ist, dann hat Ihr Kind eben ADHS. Was? Ja, ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom. Alles klar!
Betrachtet man diese "Mein Kind ist besser" Geschichte, so ist die neuerliche Entwicklung der jungen Menschen im Alter zwischen 16 und 20 doch auch kaum mehr verwunderlich. Gehen Sie einmal auf eine Grillparty, organisiert von eben dieser Altersklasse. Ist Ihnen dort der neuerliche Trend bereits aufgefallen? Es stehen zwei Grills auf dem Platz: einer für Fleisch (enorm wenig, vergleicht man die Menge mit dem, was wir in dem Alter alles gegrillt haben) und einer für Gemüse (enorm viel, wenn man bedenkt, dass das einzige Gemüse auf unseren Grillfeten die Erbsen im Nudelsalat war). "Ich bin Vegetarier!" Macht doch nichts, andere Menschen sind schlimmer dran.
Auch hier erkennt man wieder den unabstreitbaren Eingriff der übereifrigen Mütter in die frühe Kindheit: Vegetarier alleine ist doch langweilig - ist doch jeder. Ich lebe ab heute VEGAN!
Was? Ja, vegan. Derjenige, der das von sich behauptet, isst eben nur Fallobst und auch nur solches, in dem keine Würmer wohnen.
Zum Abschluss vielleicht noch eine kleine Anekdote: Die besagten Veganer von der Grillparty traf ich wenige Tage nach der Feier auf der Straße wieder. Alle mit einem dicken Eis in der Hand. Ist denn da keine Milch von glücklichen Kühen drin? Doch, klar wäre da Milch drin. Aber sie seien auch keine Veganer mehr - Kaffee ohne Milch schmeckt schließlich gar nicht.
Eine bekannte schwedische Möbelmarke warnt bereits vor Übermut und Überfürsorge:

Somit mussten sich die Mütter etwas Neues einfallen lassen. Neues Spiel, neues Glück: Die Methode hieß von nun an "Mein Kind braucht nicht arbeiten, es ist das bessere Kind und darf in die Schule". Doch wie lange glauben Sie hielt diese neue Tendenz an? Nicht lange - genau! Zurück zu alten Sitten konnte man jedoch auch nicht, also musste etwas noch viel Neueres herbeigezaubert werden.
Von nun an gingen die mütterlich umsorgten Kinder nicht mehr nur noch in die Schule, sie waren auch durch die Bank Klassenbeste! Das soll sich mal einer vorstellen: 25 Schüler in einer Klasse, davon 24 Klassenbeste und einer, der eh noch nie was konnte. So gesehen - es wurd rasch langweilig.
Die Mutter des Nichtsnutz hingegen erkannte die neuerliche Entwicklung sofort: Mein Kind ist das beste. Das ist so gut in der Schule, das langweilt sich im Unterricht nur zu Tode (hätte es das mal, es folgten eine Reihe von Hochbegabtenförderungsprogramme - der Brüller für jedes Grundschulkind).
Wollte das besagte Kind dann aber gar nicht begabt sein, sondern einfach nur Kind, so tobte es im Englisch-, Mathe-, Deutsch- und Musikförderunterricht auf den Bänken, zankte seine Nachbarn und unterhielt mit Witz und Charme die gesamte Klasse (ist ja auch klar warum: es langweilt sich schließlich). Diese Tatsache ärgert strebsame Mütter hingegen so sehr, dass wiederum eine andere Taktik her muss - nur welche?
Lange hat es gedauert, doch endlich war auch dies fortschrittlich und voll im Trend der Offensivkurs: Mein Kind hat ADS. Was? Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom. Diese mysteriöse Krankheit wurde von nun an Grundschulvolkskrankheit Nummer eins und wer das nicht hatte, war irgendwie komisch.
Aber was soll so eine Krankheit, wenn es keine mütterliche Steigerungsform gibt? "Mein Kind hat nur ADS? Das haben doch alle, das ist doch langweilig!"
Na gut, wird der Arzt gesagt haben, wenn das so ist, dann hat Ihr Kind eben ADHS. Was? Ja, ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom. Alles klar!
Betrachtet man diese "Mein Kind ist besser" Geschichte, so ist die neuerliche Entwicklung der jungen Menschen im Alter zwischen 16 und 20 doch auch kaum mehr verwunderlich. Gehen Sie einmal auf eine Grillparty, organisiert von eben dieser Altersklasse. Ist Ihnen dort der neuerliche Trend bereits aufgefallen? Es stehen zwei Grills auf dem Platz: einer für Fleisch (enorm wenig, vergleicht man die Menge mit dem, was wir in dem Alter alles gegrillt haben) und einer für Gemüse (enorm viel, wenn man bedenkt, dass das einzige Gemüse auf unseren Grillfeten die Erbsen im Nudelsalat war). "Ich bin Vegetarier!" Macht doch nichts, andere Menschen sind schlimmer dran.
Auch hier erkennt man wieder den unabstreitbaren Eingriff der übereifrigen Mütter in die frühe Kindheit: Vegetarier alleine ist doch langweilig - ist doch jeder. Ich lebe ab heute VEGAN!
Was? Ja, vegan. Derjenige, der das von sich behauptet, isst eben nur Fallobst und auch nur solches, in dem keine Würmer wohnen.
Zum Abschluss vielleicht noch eine kleine Anekdote: Die besagten Veganer von der Grillparty traf ich wenige Tage nach der Feier auf der Straße wieder. Alle mit einem dicken Eis in der Hand. Ist denn da keine Milch von glücklichen Kühen drin? Doch, klar wäre da Milch drin. Aber sie seien auch keine Veganer mehr - Kaffee ohne Milch schmeckt schließlich gar nicht.
Eine bekannte schwedische Möbelmarke warnt bereits vor Übermut und Überfürsorge: